Die Bestimmungen für den Internationalen Jugendfreiwilligendienst in Israel

1. Vorbereitungswochenenden in Pohlheim/Garbenteich
bei Gießen

Zur intensiven Vorbereitung auf Ihren Einsatz veranstaltet der Deutsch-Israelische Verein zwei Seminare in Deutschland.
Einsatzbeginn jeweils Anfang September.

Im 1. Seminar informieren wir Sie zu den Themen: Geschichte, aktuelle Politik, Tradition/Religion und die Einsatzmöglichkeiten.
Im 2. Seminar erhalten Sie fachliche Informationen zum Thema: Behinderten- und Altenhilfearbeit. Weiterhin sollen Sie sich in diesem Seminar für den Einsatzort und die Dauer Ihres Dienstes entscheiden.


2. Impfung

Wir empfehlen allen Dienstleistenden sich gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A und B vom Hausarzt impfen zu lassen.

Wahrscheinlich wurde die letzte Impfung als Jugendlicher vorgenommen. Der Impfschutz besteht nur, wenn er bei Erwachsenen aufgefrischt wird (Ausnahme Hepatitis):

  • Tetanus und Diphtherie: Auffrischung nach 10 Jahren
  • Polio: Auffrischung nach 5 Jahren

Die Notwendigkeit von Impfungen hängt von mehreren Faktoren ab, z.B. besondere Belastung bei einzelnen Arbeitsbereichen, Arbeitsort. Beachten Sie bitte, dass es zum Teil mehrere Wochen dauert, bis voller Impfschutz eintritt (besonders bei Hepatitis). Daher sollten Sie die Impfung früh genug von Ihrem Hausarzt vornehmen lassen. Die Kosten für eine Hepatitisimpfung betragen ca. € 150,00 und werden nicht von jeder Krankenkasse übernommen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir evtl. entstehende Kosten nicht übernehmen können. Diese Impfung kann auch für evtl. spätere Tätigkeiten im Beruf von Nutzen sein.

3. Ärztliches Attest

Die Einsatzstellen in Israel verlangen von jedem Dienstleistendem ein Gesundheitszeugnis. Die dafür notwendige Untersuchung ist bei jedem Hausarzt durchführbar. Das Ärztliche Attest (2-fach: Englisch u. Deutsch) reichen Sie bitte bei uns ein.

4. Polizeiliches Führungszeugnis

Ein erweitertes Polizeiliches Führungszeugnis neueren Datums mit Apostille ist Pflicht.

5. Versicherungen

Der Versicherungsschutz umfasst eine Auslandskrankenversicherung, eine Unfallversicherung inkl. Invalidität und Todesfall, eine Haftpflicht- sowie Rücktransportversicherung

5.1. Auslandskrankenversicherung
Alle Dienstleistenden werden vom Verein bei einer Auslandskrankenversicherung angemeldet.

Im Falle eines Krankenhausaufenthaltes in Israel erhalten Sie vorab eine Telefon-Hot-Line der Versicherung.

Näheres erfahren Sie während der Seminare hier in Gießen.

Sollten Sie während des Dienstes nach Deutschland reisen, so besteht in Deutschland Versicherungsschutz für die Dauer von bis zu einem Monat von Seiten der Auslandsversicherung.

5.2. Unfallversicherung
Für Freizeit im Ausland und die Freizeit während der Seminartage im Inland besteht durch den Träger (DIV) eine private Unfallversicherung. (24-Stunden-Deckung).

5.3. Haftpflichtversicherung
Während der Seminare im Inland besteht eine Haftpflichtversicherung. In sämtlichen Einrichtungen besteht eine Betriebshaftpflichtversicherung. Eine private Haftpflicht ist, wie für Deutschland, natürlich auch für Israel zu empfehlen.

Für die Aufrechterhaltung des Kranken- und Pflegeversicherungsschutzes im Inland sind die Freiwilligen selbst verantwortlich. Der Deutsch-Israelischer-Verein e.V. stellt sicher, dass sich die Freiwilligen rechtzeitig um einen angemessenen Schutz im Inland kümmern

6. Kindergeld

Für Kindergeld und Kinderfreibeträge (Steuerrecht) sowie weitere kinderbezogene Leistungen ist die Ableistung eines IJFD gleichbedeutend mit Zeiten der Schul- und Berufsausbildung; sie werden während dieser Zeit gezahlt bzw. gewährt.

Näheres: Merkblatt Kindergeld 2012

7. Vertragsformular

Wenn Sie sich für den Dienst in Israel über den Deutsch-Israelischen Verein entscheiden, schließen wir mit Ihnen einen privatrechtlichen Vertrag, der Ihr Arbeitsverhältnis mit dem Verein begründet. Die Originalausfertigung ist für Ihre Unterlagen, eine Kopie verbleibt beim Verein.

Der Vertrag liegt während der Seminarveranstaltung zur Einsicht aus und kann im zweiten Seminar auch abgeschlossen werden. Ebenso wird zu diesem Zeitpunkt die Anmeldung für die Auslandsversicherung vorgenommen.

8. Flugtickets

Um die Buchung des Fluges kümmert sich jeder Freiwillige selbst. Da es keine Tickets gibt, die länger als 12 Monate gültig sind, empfiehlt sich der Kauf eines „One-Way-Ticket“; manchmal gibt es auch billigere Pauschalangebote, bei denen Sie den Rückflug verfallen lassen können.

Die Kosten für die Flugtickets werden bis zu einem bestimmten Höchstbetrag vom Verein übernommen. (Die Höhe der Übernahme muss jährlich neu abgeklärt werden).

Einsatz in Israel

1.   Visum

Für die Einreise nach Israel wird erst ein touristisches Visum erteilt. Es genügt ein Reisepass, der jedoch bei Einreise noch mindestens 13 Monate gültig sein sollte. Um Komplikationen bei der Einreise zu vermeiden, erhalten die Dienstleistenden von uns eine Bescheinigung (Acceptance Letter), die über Art und Dauer des Dienstes sowie über den Verein Auskunft gibt. Vor Ort wird das Visum für 12 Monate verlängert.

2.  Wohnen in Israel

Sie wohnen in kleinen Appartements (in Doppelzimmer) innerhalb oder außerhalb der Einrichtungen, bei freier Kost und Logis. Darüber hinaus gibt es ein Taschengeld in Höhe von 750,00 NIS (ca. 150,00 € ).

3. Bildungstage in Israel

Sie sind verpflichtet an 25 Bildungstagen (bezogen auf 12 Monate) teilzunehmen, die z.T. in Deutschland (Vorbereitungsseminare) und in Israel im „Rutenberg Institute for Youth Education“ in Haifa oder vom Israelischen Sozialministerium, Jerusalem durchgeführt werden.

4. Urlaub

Sie haben Anspruch auf 26 Urlaubstage (bezogen auf 12 Monate), die Sie mit der Einsatzstelle abzusprechen haben.